Smilax aspera, Acer monspessulanum & Viburnum tinus

Wir sind nun also schon mehr als 2 Monate dabei die Acequia, die uns lebenspendendes Wasser auf das Bayo liefern soll, wiederherzustellen.

Das geht so: Man ziehe sich reißfeste, derbe Klamotten an und gute Arbeitshandschuhe. Man schwinge in regelmäßigen Abständen die Motorsäge, die Gartenschere (wahlweise mit langen oder kurzen Griffen) und die Sichel, um kleinen Bäumen, großen Büschen und haufenweise stachligen Kletterpflanzen zu Leibe zu rücken. Sodann geht es weiter damit, mit Hacke, Spaten und Schaufel der teilweise 50 cm dicken Blätter-, Erd- und Lehmschicht den Garaus zu machen und dabei selbstverständlich die stetige Neigung der Acequia immer im Blick zu behalten. Zwischendurch betätigt man sich noch als Gewichtheber, nämlich wenn es gilt heruntergefallene Steinmassen aus der Acequia zu bewegen, sei es nun mit  Hand und Fuss oder per Hebel.

Damit wir nun also nicht Tag um Tag allein vor dieser Aufgabe stehen, haben wir uns tatkräftige Helfer gesucht. Im Oktober waren Julia und Pia da, später dann Thomas und Nicky, und beinahe jeden Samstag noch die stärksten und geschicktesten Olbianer, die wir zum Subotnik gebeten haben. Somit können wir mit Stolz verkünden, dass auf dem ersten Drittel der Strecke das Wasser bereits fließt: ohne sich zu stauen oder auszubrechen ! Ein weiterer Etappensieg ist, dass wir schon über zwei Drittel der Acequia „gesichtet“, d.h. von Vegetation und Steinen befreit haben.

Das waren die guten Nachrichten – nun die weniger guten…

Ein riesengroßer Fels versperrt auf ca. der halben Strecke dem Wasser den Weg. Das hat er wohl schon immer getan, nur früher floss das Wasser unter dem Fels hindurch. Jetzt ist der „Tunnel“ durch mehrere hereingefallene Steine blockiert. Nach mehreren Gesprächen mit verschiedenen mehr oder weniger selbsternannten Fachleuten, haben wir zunächst einen besonders gefährlich aussehenden dieser Steine im Inneren des „Tunnels“ mit einer Stein-Beton-Mauer abgestützt und warten nun darauf,  eines langen Metallhebels habhaft zu werden, um die anderen Steine  mehr oder weniger gefahrlos in Bewegung zu versetzen, in der Hoffnung sie daraufhin herausholen zu können. Die Arbeit ist nicht ganz ungefährlich und wird mit Sicherheit noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Ein weiteres Problem ist, dass zu unseren Subotniks nicht mehr viele bis gar keine Helfer mehr kommen, so dass sich unser Vorwärtskommen verzögert. Um dem entgegenzuwirken, sind wir seit einer Woche WWOOF – Anbieter, die nicht nur Leute willkommen heißen, die unseren Acker auf ökologische Weise mit bewirtschaften wollen, sondern auch Willens sind mit uns zusammen die Acequia zu beackern. Bisher gab es noch keine Anfragen…

Kommen wir noch zu ein paar Zahlen für Interessierte:

Das wiederherzustellende Stück Acequia ist 850m lang. Auf den ersten 260m fließt bereits das Wasser. Die bisher von allen Helfenden investierten Stundenzahl beträgt 270.

Fühlt euch angesprochen, vorbeizukommen, mögliche WWOOFer vorbeizuschicken und uns gedanklich und durch aufmunternde Briefe und Mails zu unterstützen.

Danke !

2 Kommentare

  1. Peter

    Hey ihr Zwo!
    Wenn ihr jetzt einen facebook-button unter jedem Artikel hättet, könnte ich Euch „liken“, so dass alle meine Facebook-Kontakte das auch lesen können. =potentielle WWOOFer… Ihr selbst müsst ja nicht evil-facebook beitreten 😉


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